Alle Jahre wieder – Weihnachten macht dick


Nicht zwischen Weihnachten und Neujahr steigt das Gewicht, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Wer sich mit dieser Binsenweisheit über die Feiertage retten will, wird jetzt aber dicke Backen machen. Denn nun kam heraus, dass die Zeit rund um Weihnachten Pfunde und Kilos wuchern lässt, egal was man macht – ob man trainiert oder nicht, Punsch und Kekse konsumiert oder Dinnercancelling betreibt. Das dicke Ende ist gewiss; aber zum Glück nicht von Dauer.

Das Ausmaß der Weihnachtspfunde beträgt nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern der mexikanischen Universität von Hermosillo bei erwachsenen Personen einen Gewichtsanstieg von 0,4 bis 0,9 Kilogramm.

Bei Studenten konnte kein Weihnachts-Effekt auf das Körpergewicht beobachtet werden, allerdings stieg ihr Körperfett im Laufe der Weihnachtszeit an.

Aus Studien mit Daten von Personen, die übergewichtig waren und einen Gewichtsverlust anstrebten, folgerten die Wissenschaftler, dass diese von Ende November bis Anfang Januar ähnlich wie die Erwachsenen im Allgemeinen 0,3 bis 0,9 Kilogramm Gewicht zunahmen. Außerdem nahmen jene Personen im Laufe der Weihnachtszeit zu, die regelmäßig ihr Gewicht kontrollierten und überprüften.

Was könnte helfen?
Zuerst die schlechte Nachricht: Wer glaubt, dass die Weihnachtsgans und die Marzipankartoffeln genauso schnell wieder von der Hüfte verschwinden, wie sie draufgekommen sind, den muss Sportwissenschaftlerin Bettina Schaar enttäuschen: „Also wenn sie über Weihnachten zugenommen haben, brauchen sie bestimmt das Doppelte bis Dreifache an Zeit, bis sie wieder abgenommen haben.“

Das Abnehm-Rezept von Bettina Schaar klingt relativ einfach: „Was ganz gut ist, ist die Ernährung wieder umzustellen und gegebenenfalls auch zu reduzieren, und dazu sich zu bewegen und Sport zu machen.“ Die Kombination macht es also! Weniger Essen und Alkohol trinken – dafür mehr bewegen.

Was die Bewegung angeht, sind zwei Dinge wichtig: Zum einen muss man etwas für die Ausdauer tun, zum anderen für die Muskulatur. Für den Muskelpart empfiehlt Schaar: „Ein Training zum Beispiel im Fitnessstudio an Geräten, also eher niedrige Gewichte und mehr Wiederholungen, und das Ganze nennt man dann Kraftausdauertraining“.

 

Foto: pathdoc, Shutterstock