Eine völlig unnötige Krankheit – Diabetes


Fast jede/r Zehnte in Deutschland ist schon betroffen. Und jedes Jahr kommen 442.000 dazu. Dabei ist Diabetes Typ 2 die wohl überflüssigste aller Krankheiten. Denn sie entsteht durch einen ungesunden Lebensstil mit Bewegungsmangel, Übergewicht und Fettleibigkeit. Das bedeutet im Umkehrschluss: Diabetes Typ 2 kann vermieden und sogar auskuriert werden, wenn die Betroffenen ihren Lebensstil verändern, ihre Ernährung dem individuellen Bedarf anpassen und ein regelmäßiges körperliches Training aufnehmen. Darin sind sich alle Experten einig: Diabetes ist vermeidbar. Seine Folgen lassen sich wesentlich reduzieren.

Was früher Altersdiabetes genannt wurde, weil es vor allem ältere Menschen betraf, entsteht, wenn der Körper den Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig regulieren kann. Ist der mittel- und langfristig zu hoch, können Herz, Augen und Nieren geschädigt und die Gliedmaßen nicht mehr richtig durchblutet werden. Es drohen Amputationen und Erblindung.

Aber auch wenn bereits eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung diagnostiziert worden ist, kann ein Training an Kraft- und Fitnessgeräten dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Gerade zu Beginn der Erkrankung ist es möglich, durch gesunde Ernährung und körperliche Aktivität eine medikamentöse Behandlung mit Insulin oder anderen Medikamenten auf Jahre hinaus zu verzögern, wenn nicht sogar zu verhindern.

Wenn bereits eine medikamentöse Behandlung der Diabetes-Erkrankung nötig ist, kann durch vermehrte körperliche Aktivität und Kraft- bzw. Fitnesstraining in Verbindung mit weiteren Veränderungen der Lebensgewohnheiten die Dosierung der notwendigen Medikamente gesenkt werden.

Um einen positiven Effekt durch Krafttraining bei einer Diabetes-Typ-2-Erkrankung zu erzielen, raten Basisempfehlungen zu mindestens drei Trainingseinheiten pro Woche, wobei das Training idealer Weise jeden zweiten Tag erfolgen sollte.
Die Trainingseinheiten sollten mit drei Durchgängen mit jeweils 8 bis 10 Wiederholungen angesetzt werden, sowie alle großen Muskelgruppen involvieren und mit moderater bis hoher Intensität durchgeführt werden. Höhere Intensitäten sind grundsätzlich möglich, aber nicht für alle Betroffenen durchführbar.

 

Foto: Eviart, shutterstock