Training gegen Hals-Nacken-Verspannungen


Wer monotone Fliessbandarbeiten verrichten muss oder viel im Büro sitzt, kennt mit Sicherheit die quälenden Verspannungen der Hals- Nacken-Muskulatur, die häufig der Auslöser für starke Kopfschmerzen sind. Aber Müdigkeit, Stress und Sorgen kommen als Auslöser der Verspannungen ebenso in Frage wie einseitige körperliche Belastungen.

 

Im Laufe eines normalen Arbeitstages wird der Kampf gegen die unablässig einwirkende Schwerkraft immer anstrengender; auch wenn man sich dieser Tatsache kaum bewusst wird. Wird dann noch der Kopf in eine unnatürlich vorgeschobene Position wie z. B. bei Schreibtisch- oder Computerarbeiten gebracht, muss die Nacken-Muskulatur die geballte Dauerbelastung von Schwerkraft und Arbeitshaltung bewältigen. Sie fängt allmählich an zu verkrampfen, was zu einer Mangeldurchblutung der arbeitenden Muskutalur und zunehmender Verhärtung führt. Damit wird auch die Durchblutung des Gehirns reduziert, was zu schneller Ermüdung und „geistiger Leere“ führen kann.

 

 

Hals-Nacken-Verspannungen entstehen auch als Folge zunehmender Rückenschwächen, die in der Regel das Ergebnis sitzender Tätigkeiten und mangelnder Bewegung sind.

 

Sobald die Rückenmuskulatur schwächer wird, verändert sich die statische Belastung der Wirbelsäule. Anstelle eines belastungsfähigen Muskelkorsetts übernimmt der Knochen- und Bandapparat die tragenden Funktionen, was zu Fehlbelastungen der Gelenke und der Wirbel führt. Der Halswirbelsäule bleibt die Aufgabe den Kopf zu tragen, was dann nur noch mit Verspannungen und Verhärtungen der Hals-Nacken-Muskulatur bewältigt werden kann.

 

Eine Entlastung der Nacken-Partie kann durch Training sinnvoll erreicht werden, wenn die gesamte Rücken- und Brustmuskulatur gut gekräftigt wird. Der Stützapparat, also der obere Rücken, Schultern und Arme müssen intensiv in die Kräftigung einbezogen werden. Dazu eignen sich vor allem Lat-Zug, Ruderbewegungen, Butterfly, Bankdrücken und Dips. Nackendrücken oder auch Schulterheben sollte bei starken Verspannungen anfangs nicht durchgeführt werden, weil sie die Nackenmuskulatur (Trapezius) noch stärker beanspruchen würden. Leichtes Front- oder Seitheben mit der Kurzhantel kann dagegen bei betont nach unten gezogenen Schultern helfen, die Nackenpartie zu entlasten.

 

Sehr wichtig sind vor allem natürliche Dehnübungen, die den Verspannungen und Verhärtungen am besten entgegenwirken. Dazu wird der Kopf zur Seite und leicht nach vorne geneigt, wobei der Gegenarm aktiv in Richtung Boden gezogen wird. Man kann durch leichtes Drehen des Kopfes die Verspannungen selbst am besten ertasten. In einer als angenehm empfundenen Dehnposition dann mehrere Male tief ein- und ausatmen und bei jedem Atemzug die Muskulatur mehr entspannen. Ein sanftes Nachfedern kann ebenfalls sehr entspannen. Die richtige Mischung aus Dehnung und Kräftigung bringt schnell spürbare Entlastung für die Hals-Nacken-Partie. Muskelknötchen (Myogelosen) und Verhärtungen, die auf die Nerven drücken können, verschwinden, so dass durch die besser durchblutete Muskulatur auch Kopfschmerzen verschwinden – ganz ohne Chemie und Medikamente!

 

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