Heißes Eisen


Für den Stoffwechsel spielt Eisen eine zentrale Rolle. Durch einen Mangel des Spurenelements laufen die Öfen in den körpereigenen Kraftwerken auf Sparflamme und die körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Männer täglich 10 mg, Frauen 15 mg Eisen aufnehmen. Am höchsten ist der Eisenbedarf hingegen für Stillende und Schwangere mit 20-30 mg. Da der menschliche Körper Eisen nicht selbst herstellen, kann muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Wichtige Lieferanten sind unter anderem rotes Fleisch, Obst, Weizenkleie oder Kürbiskerne. Wer sich ohne tierische Produkte ernährt, sollte also besonders Rücksicht auf eine ausreichende Eisenversorgung nehmen.

Ohne Eisen bleibt der Ofen aus

Eine Unterversorgung des Spurenelements bringt gravierende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit mit sich. Allem voran benötigen die Mitochondrien Eisen für ihre ordnungsgemäße Funktion. Diese „Kraftwerke“ produzieren Energie für jede Zelle. Fehlt Eisen auf Dauer, kann das zu chronischen Erschöpfungszuständen führen.
Auch der Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen kann bei einem Mangel negativ beeinflusst werden, man fühlt sich schlapp. Zusätzlich ist das Muskelprotein Myoglobin in seiner Funktion als Energiespeicher auf Eisen angewiesen.

Besonderheiten beim Sport

Weil auch Ausdauer und Immunsystem das Spurenelement benötigen, sollten vor allem Sportler und Studiobesucher auf ihren Eisenhaushalt achten, denn: Je mehr man schwitzt, desto mehr Eisen sollte man zu sich nehmen, da über den Schweiß auch Mikronährstoffe ausgeschieden werden – pro Liter bis zu 0,7 mg Eisen.
Laut der Österreichischen Ärztezeitung kann ein weiterer Grund für einen gesteigerten Eisenbedarf im Laufen liegen. Durch wiederholte Erschütterungen können vor allem auf hartem Untergrund rote Blutkörperchen mechanisch zerstört werden. Die Nachproduktion erfordert erneut Eisen.

Auffälligkeiten beobachten

Sofern beim Training ungewöhnliche Effekte wie eine verringerte Ausdauerleistung, Kurzatmigkeit, schnelle Ermüdung oder ein Leistungsknick auftreten, sollten die Eisenwerte beim Arzt überprüft werden. Wenn eine schlechte Eisenbilanz früh erkannt wird, lassen sich zeitnah Maßnahmen ergreifen, bevor ein Eisenmangel entsteht.


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